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last updated:
03.03. 2010


Pflegehinweise


Diese Angaben erheben keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit.

Pflege frischer Piercings

Frische Piercings reinigen Sie bis zu deren vollständigen Abheilung möglichst 2-3 mal täglich. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:
Waschen Sie grundsätzlich immer erst Ihre Hände. Anschließend werden die Wundsekret- und andere Ablagerungen am Schmuck, sowie Ein- und Austrittsöffnungen des Stichkanals mit etwas wares Wasser eingeweicht und vorsichtig entfernt. Man soll es auf jeden Fall vermeiden, vor dem Reinigen die Lage des Schmucks so zu verändern, daß sich die Ablagerungen am Schmuck in den Stichkanal hinein gelangen können. Dadurch würden unnötig Schmutz und Bakterien in die Wunde gelangen. Ein besseres Mittel zum Einweichen und Reinigen ist eine See- oder Kochsalzlösung, die man selbst herstellen kann (ca. 1/4 Teelöffel Salz auf einem Glas Wasser). Ist äußerlich alles gut gereinigt, kann mit dem Desinfizieren begonnen werden. Dazu werden der Schmuck, sowie Ein- und Austrittsöffnung des Stichkanals am besten mit Octenisept® (Wunddesinfektionsspray zur unterstützenden Wundbehandlung) eingesprüht. Anschließend bewegt man den Schmuck etwas hin und her, damit auch der Stichkanal selbst desinfiziert wird. Verwenden Sie auf keinen Fall Alkohol, oder alkoholhaltige Lösungen. Alkohol reizt die Haut und trocknet sie aus. Dadurch wird der Heilungsprozeß erheblich verzögert. Wasserstoff-Peroxyd ist trotz seiner bakterientötenden Wirkung nicht geeignet, denn neben den Bakterien zerstört es auch die Haut. Auch irgentwelche antibiotischen Salben etc. sind völlig ungeeignet. Das Beste ist nach wie vor Wasser (Kochsalzlösung) und eine geeignete heilungsfördernde Wunddesinfektion (Octenisept®). Meiden Sie in den ersten Wochen Sauna, Solarium und Schwimmbad. Dagegen ist dem Baden und Duschen zu Hause nichts einzuwenden, wobei Sie allerdings etwas darauf achten sollten, daß möglichst kein Duschgel oder Shampoo direkt auf die frische Piercingstelle gerät.

Besonderheiten bei bestimmten Piercingarten

Orale Piercings allgemein
Bei frischen Piercings im Mund- und Rachenraum (Cheek, Labret, Madonna, Medusa, Scrumper, Tongue und Uvula) in den ersten 2-3 Wochen mehrmals täglich mit Listerine (antisept. Mundwasser) oder Kamillan®- Lösung spülen. Das gilt ganz besonders nach dem Essen, Trinken, Küssen und Rauchen (für diejenigen, die es auch in dieser Zeit nicht lassen können). Auf den Verzehr von Milchprodukten, die Joghurtkulturen oder ähnliche Inhaltsstoffe aufweisen, sowie "fast foot" sollte in den ersten Wochen verzichtet werden. Bei Lippen- und Wangenpiercings gilt für den äußeren Bereich das bei den allgemeinen Pflegehinweisen gesagte (Kochsalzlösung, Octenisept®).
Zungenpiercing
Speziell die Zunge schwillt in der Regel nach dem Piercen zum Teil enorm an. Durch Lutschen von Eiswürfeln kann die Schwellung reduziert werden.
Nabelpiercing
Passen Sie Ihre Kleidung entsprechend so an, daß sie nicht auf der Piercingstelle drücken und reiben (keine engen Gürtel direkt über der Piercingstelle etc.).
Intimpiercing
Je nach Art des Piercings sollte bis zu mehreren Wochen jegliche sexuellen Handlungen gemieden werden. Dieser Aspekt spielt zum Beispiel bei einem Hafada- Piercing mit etwas Vorsicht eine geringere Rolle, jedoch sieht das bei einem Princess Albertina-, Fourchette- oder Ampallang- Piercing schon ganz anders aus.

Pflege verheilter Piercings

Nach dem Verheilen eines Piercings ist die fürsorgliche Pflege und Hygiene nicht beendet. Möchte man an seinen Piercings immer Freude haben sollte man sie auch nach der völligen Abheilung ständig kontrollieren und pflegen. Der Schmuck und der Stichkanal muß regelmäßig gereinigt werden. Das geschieht vorwiegend durch warmes Wasser und Bewegen des Schmucks im Stichkanal. Nach mehrwöchiger guter Verheilung kann der Schmuck auch mal kurzzeitig herausgenommen werden, um ihn gründlich reinigen zu können. Das sollte aber wirklich nur kurzzeitig geschehen. Bei den meisten Piercingstellen verengt sich der Stichkanal nach dem Herausnehmen des Schmucks so schnell, daß bereits nach einer Stunde der Schmuck nur noch mit großer Mühe eingeführt werden kann oder sogar nicht mehr möglich ist. Bei besonderen Piercingarten im Genitalbereich, wie Apadravya, Prinz Albert, Princess Albertina u.ä. ist außerdem darauf zu achten, daß sich auf dem Schmuck keine Harnsteinablagerungen bilden.

 

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